27.Ein unvermeidlicher Abschied

Seit diesem Tag trafen sie sich bei schönem Wetter in der Bucht und wenn es regnete, saß Simon meist schon bei ihr vor der Hütte. Mit hinein kam er nie.

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Erstaunt sah Malina eines Nachmittags Simon neben einem Stapel Holz vor ihrer Hütte sitzen. 288.jpg


Verwundert fragte sie, wo das Holz herkäme, Treibgut meinte Simon nur, er wollte sicher gehen, dass sie über den Winter nicht frieren müsse. Malina musste sich eingestehen das sie über die Bekanntschaft mit Simon, das Holzbesorgen völlig vergessen hatte. Er war eben doch ihr Heinzelmännchen, dachte Malina liebevoll und genoss erneut das Gefühl umsorgt zu werden.

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Bald fiel Malina jedoch auf das Simon, je näher der Winter rückte, immer stiller wurde. Irgendetwas schien ihn zu bedrücken.

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Malinas Fragen was los sei, wich er jedoch immer wieder aus.

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Zwei Tage vor Wintereinbruch, sah Malina Simon im Garten sitzen als sie nach Hause kam, das war ungewöhnlich.

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Als Malina zu ihm ging, erklärte Simon ihr ohne Umschweife jedoch mit gequälter Miene, dass er für längere Zeit fort müsse. Eigentlich hätte er schon längst unterwegs sein müssen … Er täte sich schwer damit Malina alleine zu lassen, aber noch länger könne er es nicht hinauszögern.

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Viele Wieso, Wohin und Warums kamen aus Malinas Mund gesprudelt, doch Simon schüttelte nur den Kopf, er könne es ihr leider nicht sagen.

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Bei Malinas Bitte sie mitzunehmen leuchteten Simons Augen kurz auf, doch dann schüttelte er wieder den Kopf, wie gerne würde er es tun, doch es ginge nicht, es sei noch zu früh.

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Dicht trat er an Malina heran, drückte ihr einen leichten Kuss auf den Scheitel und flüsterte ihr mit rauer Stimme zu, dass er spätestens im Frühjahr wiederkäme und dass sie ihn nicht vergessen solle. Für einen flüchtigen Moment lang spürte Malina die Geborgenheit die seine Nähe ihr vermittelte, dann war Simon fort.

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