18. Wieder am Strand

Inzwischen war es Herbst geworden und Stürme tobten über die Insel hinweg. Über Nacht wurde es zwischendurch so kalt, dass die Pflanzen im Garten inaktiv wurden. Malina hatte jedoch genug Obst und Gemüse eingelagert, sodass sie sich über die Winterwochen keine Gedanken ums Essen machen musste.

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Viel eher galt es jetzt zu klären, wo sie Brennmaterial für den Winter herbekam. 187.jpg


Da sie seit einigen Tagen den Fremden nicht mehr am Strand hinter ihrer Hütte gesehen hatte, traute Malina sich wieder hinunterzugehen. Sie hatte immer das Gefühl, das, wenn sie sich hier unten in der kleinen Bucht aufhielt, ihr die besten Lösungen für ihre Probleme einfielen. Da das Wasser zum schwimmen inzwischen zu kalt war, setzte Malina sich in den Sand und schaute aufs Meer hinaus.

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Plötzlich ertönte eine dunkle Stimme hinter ihr, die meinte, dass sie lange auf sich habe warten lassen.

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Erschrocken sprang Malina auf und wirbelte herum. Offensichtlich hatte sie falsch mit ihrer Annahme gelegen das der Fremde aufgegeben hatte.

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Gelassen ließ der junge Mann sich neben Malina auf den Sand nieder und stellte sich dabei als Simon Monrot vor. Dann schaute er sie fragend an. Da es ihr albern vorkam jetzt wegzurennen, setzte Malina sich auch wieder in den Sand und beantwortete Simons stumme Frage in dem sie ihm nur ihren Vornamen nannte.

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Wieder versuchte er mit ihr ins Gespräch zu kommen, doch Malinas Antworten blieben einsilbig.

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Als Malina kurz darauf meinte, nun müsse sie gehen und aufstand, sprang er auf und hielt sie leicht am Arm fest, als wolle er verhindern, dass sie den Abstand zwischen ihnen vergrößere. Wieder stellte er ihr die Frage, ob sie morgen wieder käme und abermals wich Malina mit der Antwort aus, sie wüsste es nicht und dass sie viel zu tun hätte.

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Plötzlich zog er sie fest in seine Arme. Vor Schreck wagte Malina kaum zu atmen.

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Bevor Malinas Schreckenssekunden vorbei waren und sie in irgendeiner Form reagieren konnte, flüsterte er leise, sie möge ihn bitte nicht wieder so lange warten lassen.

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Dann hatte er sie auch schon wieder freigegeben und trat einen Schritt zurück, mit wild klopfendem Herzen stürmte Malina davon.

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