3. die Begegnung

Eines Abends, Marco stand gerate am Herd und kochte für sich eine Kleinigkeit, bemerkte er, als sein Blick aus dem Fenster fiel, dass Licht in der alten Hütte von Malina brannte. Er hatte dieses Haus hier nur genommen, weil es weit genug weg von seinem Vater lag, der ihm ständig in den Ohren lag, er solle was Vernünftiges tun. Es war damals bittersüß, dass es in der Nähe von Malinas Hütte lag.

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Nachdenklich verzehrte Marco sein Essen. Seit fast 22 Jahreszeiten stand die Hütte nun schon leer. War es möglich das Malina noch lebte und zurückgekehrt war? Oder hatte die Hafenmeisterei die Hütte nun doch freigegeben, aber ohne Schlüssel? Da hatten sie sich immer dagegen ausgesprochen.

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Vielleicht aber auch ein Dieb oder Hausbesetzer. Die Sache ließ Marco keine Ruhe und so machte er sich trotz des Regens auf den Weg zur Hütte, um dem ganzen auf den Grund zu gehen.

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Bei der Hütte angekommen, konnte man von drinnen ein eifriges Wirtschaften hören.

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Auf Marcos klopfen, trat sofort Ruhe ein, dann erklangen leichte Schritte. Die Tür wurde aufgeschoben und Marco sah sich einer jungen Frau gegenüber, die ihn überrascht und fragend anschaute. Für einen Moment dachte er trotz der roten Haare, Malina würde vor ihm stehen. Doch die Augenfarbe stimmte nicht und zudem war die Frau vor ihm noch ganz jung, ihr haftete noch die Unschuld eines Kindes an.

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„Darf ich fragen was sie hier machen?“, begann Marco ohne jegliche Einleitung um seine Verwirrung zu überspielen „Das könnte ich sie genauso gut fragen.“ Kam es zurück, während sie vor die Tür trat. „Das ist Privatbesitz.“ Meinte Marco streng „Ja eben drum.“ Erwiderte die Unbekannte gelassen.

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„Wie sind sie ins Haus gekommen?“, forschte Marco misstrauisch weiter „Durch die Tür.“ erwiderte sie mit hochgezogenen Augenbrauen.

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„Ohne Schlüssel?“, hakte Marco nach „Nein mit.“ "Sie haben einen Schlüssel?" "Ja, hab ich." „Aber woher haben sie den Schlüssel?“ „Ich hab ihn bekommen.“ „Von wem?“ „Spielt das eine Rolle?“ „Ja verdammt noch mal das spielt es, Hören sie, ich kannte die frühere Besitzerin und sie ist spurlos verschwunden, daher frag ich sie woher haben sie ihn?“ Marco spürte wie er ungehalten wurde, ob dieses Frage Antwort Spieles, das sie mit ihm trieb.

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„Ich weiß nicht was sie mit ihren Fragen bezwecken“, sprach die junge Frau ruhig weiter. „Aber ich habe ein Recht darauf mich in dieser Hütte aufzuhalten, ob sie es glauben oder nicht.“ Marco fühlte sich durch ihre Ruhe und Bestimmtheit verunsichert, die Hütte stand schon so lange leer, spielte es denn eine Rolle wer nun darin lebte?

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Neugierig betrachtete die Unbekannte ihn, „Können sie kochen?“, fragte sie ihn plötzlich unvermittelt.

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