10. Das Herbstfest

So ging der Sommer dahin und wurde vom Herbst abgelöst.

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Eines Tages bestürmte Selenia ihn er möge mit ihr zum Herbstfest gehen.

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Auf den Weg dorthin stellte Marco Selenia eine Frage die ihn schon länger beschäftigte. "Wovon lebst du eigentlich?" Selenia schaute ihn überrascht an "Wie meinst du das, wovon lebe ich?" "Nun womit verdienst du deinen Lebensunterhalt, zum Rechnungen bezahlen, Lebensmittel kaufen so etwas halt." "Ach das, das brauch ich nicht, bevor meine Mam mit meinem Paps ging hat sie Bücher geschrieben und gemalt, davon sind noch genug Simoleonen da, die reichen für mich." Als Marco sie ungläubig ansah, setzte sie hinzu "Da wo meine Eltern leben braucht man kein Geld groß."

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Doch bevor Marco fragen konnte, wo denn dieser Ort lag, wo man wenig Geld zum Leben brauchte, hatten sie den Festplatz erreicht und Selenia zog ihn zum Fotozelt.

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Danach wollte sie unbedingt mit ihm tanzen. Anfangs war Marco noch etwas steif, es lag so lange zurück wo er das letzte Mal getanzt hatte. Früher musste er ständig für seine Schwester den Übungspartner spielen, doch schon bald hatte er die alten Schritte wieder drauf.

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Als die Musik ein langsames Stück spielte, wollte Marco aussetzen, doch Selenia legte ihre Hand in die seine, tat seine andere auf ihre Taille und lächelte ihn an. Von diesem Moment an gab es für Marco nur noch Selenia in seinen Armen und er gab sich ganz und gar der Musik hin und diesem wundervollen Gefühl, ihr so nah sein zu dürfen.

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Schließlich meinte Selenia das es Zeit für sie sei zu gehen. Marco hatte das Gefühl aus unendlichen Tiefen aufzutauchen. Er hatte keine Lust ohne sie hier zu bleiben und so folgte er ihr. Als sie die Tanzfläche verließen, rief plötzlich eine spöttische Stimme "Ja wer ist denn da unter seinem Stein vorgekrochen gekommen! Hast dich ja richtig fein gemacht!" und dann "He Rotschopf wie wär's, wenn wir zwei, Mal ne Runde drehen!" Sie wanden sich zu dem Rufer um und Marco erkannte Esra.

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Sein Magen verkrampfte sich, Esra ließ keine Gelegenheit aus, ihn zu foppen, wenn sie sich begegneten. Bevor Marco etwas sagen konnte, ging Selenia ein Stück auf Esra zu, der sich bei diesem Anblick ein siegessicheres Grinsen nicht verkneifen konnte. Doch dann blieb sie stehen, legte eine Hand an die Wange und sprach mit einer Stimmlage als hätte sie ein Kleinkind vor sich "Ach das tut mir jetzt aber furchtbar leid, aber die Kindergartenrunde muss leider wegen mangelnder Coolness des Teilnehmers ausfallen."

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Dann ging sie zurück zu Marco lehnte sich leicht an ihn, wand sich noch einmal zu Esra um und meinte "Zudem ziehe ich Männer vor, die in einer kalten Vollmondnacht den Schnee zum schmelzen bringen." Ihr Blick zeigte deutlich, dass sie Esra nicht für einen solchen Mann hielt. Marco schmunzelte innerlich, diese Abfuhr könnte er Esra und zusammen mit Selenia verließ er den Festplatz.

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