73. Kapitel kleiner blinder Passagier

So setzten sie ihren Weg nun zu Dritt durch die Pflanzen fort.

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Inzwischen hatte sich die Dunkelheit herab gesenkt und die Geräusche des Dschungels veränderten sich.

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Endlich hatten sie das Wirrwarr der Pflanzen hinter sich gelassen und waren sogar zurück auf dem Pfad gelandet. Doch leider versperrte ihnen auch ihr ein umgestürzter Baum das weitergehen.

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„Wir sollten hier Rast machen und warten bis der Tag anbricht“, meinte Philip an die beiden anderen gewandt.

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Zudem stellte sich auch Josephines Nachtgestalt ein. Ein Zeichen dafür wie spät es inzwischen geworden war.

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So ließen sie sich direkt vor Ort nieder. „Okay Manami, erzähl, wie bist du an Board gekommen?“ erkundigte sich Philip neugierig.

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„Oh, das war leicht“, erwiderte Manami grinsend, „ich musste nur den richtigen Moment abpassen, wo ihr beide oben im Steuerhaus beschäftigt wart.“

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„Aber wo hast du dich versteckt?“, fragte Philip verwundert, „nachdem Vorräte verschwunden waren haben wir doch das ganze Boot abgesucht.“

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„Im Hohlraum unter der Treppe, im hinteren Bereich sind ein paar Bretter lose“, entgegnete Manami.

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„Die Reise hättest du auch bequemer haben können.“ Meinte Josephine dazu nur.

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„Wie meinst du das? Bequemer haben können?“ fragte Manami verwundert. „Joh wollte dich fragen, ob du nicht Lust hättest mit uns zu kommen, aber du warst leider verschwunden.“ erklärte ihr Philip. „Im Ernst?“ Manami schaute von einem zum anderen. „Ja im Ernst“, entgegnete Josephine und lächelte.

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„Warum hast du uns nicht erzählt, das Irina Hilfe benötigt?“ erkundigte sich Josephine unvermittelt. „Wer hört einem Kind wie mir schon zu.“ Erwiderte Manami bitter, „außerdem dachte ich mir, das ihr Großen das besser unter euch aus macht.“ Josephine lachte leise und auch Philip schmunzelte still vor sich hin. Wieder lächelte Manami verschmitzt. „Ich war mir sicher, dass ihr Irina helfen würdet.“ „Es hätte auch schiefgehen können, denn Irina war anfangs ziemlich sauer, dass wir nichts davon wussten.“ Setzte Josephine da leise und ernst hinzu.

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„Wir sollten jetzt lieber schlafen, wer weiß was der morgige Tag bringt.“ beendete Philip die Unterhaltung und bot Manami damit die Gelegenheit sich Josephines ernsten Blick zu entziehen. Und so breiteten sie ihre Schlafsäcke aus und begaben sich zur Ruhe.

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