64. Kapitel Josephines Wunsch

Als Manami kurz auf die Toilette verschwand, meinte Josephine plötzlich, das sie mit Manami noch mal in die Stadt möchte.

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„Was hast du vor?“, erkundigte sich Philip überrascht. „Ich möchte Manami anständige Sachen besorgen“, erwiderte Josephine leise.

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Kaum saß Manami wieder am Tisch, erkundigte sich Josephine, ob es in der Stadt einen Salon gäbe.

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Bereitwillig führte Manami die Beiden zu dem Geschäft. Es schien ihr Spaß zu machen, ihnen beiden behilflich zu sein.

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Dort angekommen verfrachtete Josephine, Manami kurzerhand vor den Spiegel.

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Anfangs sträubte Manami sich ein wenig dagegen, Josephine akzeptierte jedoch kein Nein. „Uns tut es nicht weh und du kannst es gebrauchen!“, beschied sie knapp.

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Schließlich einigten sie sich darauf, dass es etwas Praktisches sein sollte, auch wenn Josephine viel lieber ein Kleid genommen hätte. „In einem Kleid, fällt man zu sehr als Mädchen auf!“ argumentierte Manami.

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Ein wenig verlegen betrachtete Manami sich im Spiegel.

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„Wenn ihr möchtet bring ich euch jetzt zu Irina“, bot Manami Josephine an. „Nicht mehr heute Manami, es ist schon spät und für dich längst Schlafenszeit“, erwiderte Josephine jedoch.

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Und abermals duldete Josephine keinen Widerspruch von Manami, als sie sie wieder mit zur Herberge nahm und ins Bett steckte.

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Später saßen Josephine und Philip noch beisammen um den Tag Revue passieren zu lassen.

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„Ich möchte das Manami mit uns kommt“, meinte Josephine plötzlich unvermittelt.

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„Du kannst sie nicht einfach mitnehmen Joh!“, warf Philip ein.

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„Wieso nicht? Hier kümmert sich doch eh keiner um sie!“ brauste Josephine auf.

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„Joh, sei doch vernünftig, wir sind nicht auf einer Urlaubsreise! Wir wissen nicht was der nächste Tag uns bringt oder wo es uns hin verschlägt.“

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„Ich hab meine Mutter in dem Alter auch auf ihre Reisen begleitet und es hat mir nicht geschadet.“ Brauste Josephine erneut auf, Philip war überrascht über die Heftigkeit ihrer Reaktion.

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„Wie wäre es, wenn wir Mark oder Stev fragen, ob sie Manami aufnehmen können oder auch unsere Eltern?“ warf Philip ein. „Ja klar!“, spottete Josephine, „du willst sie nicht mit uns reisen lassen, aber allein um die halbe Welt schicken. Oder erwartest du das die anderen alles stehen und liegen lassen und herkommen? “

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Für einen Moment schwiegen sie. Philip kam sich ein wenig seltsam vor, normalerweise war Josephine die Vernünftigere von ihnen Beiden.

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„Willst du sie wirklich hier in diesem Elend einfach so zurücklassen?“, fragte Josephine leise.

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Nein, nein das wollte er nicht. Kein Kind sollte auf sich allein gestellt sein. „Okay, wenn es die einzige Alternative ist ihr zu helfen, bin ich dabei.“

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„Ich möchte aber, das du Manami fragst, ob sie überhaupt mit uns kommen möchte!“ setzte Philip ernst hinzu. Ihm war Josephines bestimmende Art gegenüber Manami nicht entgangen.

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