56. Kapitel Marvolo und das Labyrinth

Erschrocken richtete Philip sich auf und wirbelte herum. Da aus dem Spiegel schaute ihm Marvolo entgegen. Wenn er Marvolo nicht zuvor mit Rosalinde über die Spiegel hätte reden sehen, wäre er jetzt geschockt gewesen, aber so sah Philip ihn nur irritiert an.

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"Ich hätte nicht erwartet, dass du so schnell aufgibst." kühl schaute Marvolo ihn an. Wieso aufgeben? Was meinte er damit? War Marvolo schult das Joh gestürzt war? Verfolgte er sie etwa?

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"Wo ist Joh! Was habt ihr mit ihr gemacht." Philip war außer sich vor Zorn, Angst und Verzweiflung.

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"Ich?", erwiderte Marvolo ungerührt "Ich habe gar nichts gemacht, solltest du jedoch aufgeben...", er machte eine vielsagende Pause. "Ich denke, ich gebe dir bis Sonnenaufgang Zeit zu ihr zu gelangen", erwiderte Marvolo gelassen. "Danach ..." den Rest des Satzes ließ er offen.

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"Wenn ihr, ihr etwas antut werde ich euch jagen und ich werde euch finden und wenn es das letzte ist, was ich tue." wütend hämmerte Philip gegen den Spiegel. Es war ihm in diesem Moment egal, dass er sich mit Marvolos Kräften nicht messen konnte.

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"Du verschwendest kostbare Zeit mein junger Freund." damit drehte Marvolo sich um und ging quasi in den Spiegel hinein. Trotz seiner Angst um Josephine fiel Philip auf das sich das Labyrinth hinter Marvolo ständig veränderte, ob wohl Marvolo selber sich nicht vom Fleck bewegt hatte. Doch Philip hatte jetzt keine Zeit sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

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Erneut rannte er los. Immer wieder sah er Marvolo in den Spiegeln. Mal ging dieser rechts aus dem Spiegel ...

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dann wieder links

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ein anderes Mal lief er in den Spiegel hinein.

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Wie unter Zwang ging Philip ihm nach. Er konnte es sich nicht erklären, dennoch hatte er nach einiger Zeit das Gefühl das Marvolo ihn durch das Labyrinth lotste. Doch war es wirklich so gut ihm zu folgen?

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Letztlich kam Philip an eine Stelle wo es nicht weiter zu gehen schien.

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Hatte Marvolo ihn extra so tief in das Labyrinth hinein geführt damit er nicht mehr herausfand?

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In den Spiegeln stand er nur da und beobachtete ihn.

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Nachdenklich betrachtete Philip die Stelle zu der er Marvolo gefolgt war. Dann stutzte er, in allen Sackgassen hingen Spiegel nur in dieser nicht. Hieß das, dass dies keine Sackgasse war?

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Systematisch suchte er die Wände der Sackgasse ab, so wie einst Josephine im Turmzimmer von Drachenburg und tatsächlich fand er zu seiner Rechten einen Durchgang.

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Endlich, er hatte den Weg nach unten gefunden.

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Hastig stürmte Philip die Treppe hinunter.

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Kaum, dass er die letzte Stufe verlassen hatte gingen Lichter an. Was er dann sah, verschlug ihn für einen Moment die Sprache.

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