48. Kapitel Auf nach Isla Paratiso

Marvolo schien überrascht sie so schnell wieder zu sehen und so saßen sie sich erneut in dem kleinen Raum gegenüber.

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Josephine legte die Samen, die Frucht und die Flammenfrüchte auf den Tisch. Dabei erklärte sie, dass an der Pflanze nur diese eine Frucht gehangen habe, um die Pflanze herum dafür aber jede Menge Samen lagen. Auch sprach sie die Vermutung aus das diese Pflanze scheinbar die Nähe der Flammenfrüchte bräuchte da diese um die Pflanze herum wuchsen.

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Als Josephine ihre Erklärung beendet hatte, schauten sie Marvolo erwartungsvoll an. "Ich trenne mich nur ungern vom Vampirauge, doch ihr habt euren Teil der Abmachung eingehalten und ein Tremblay steht zu seinem Wort." Damit überreichte er Josephine den roten schillernden Edelstein.

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Marvolo begleitete sie zurück zum Spiegel. "Ich soll euch von Rose eine Warnung ausrichten. Egal was ihr tut, ihr sollt euch auf keinen Fall auf den Kuss einer Meerjungfrau einlassen." Gedankenvoll ruhte sein Blick dabei auf Josephine.

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"Dann ist es wohl das Beste wir bringen das mit der Meerjungfrau als erstes hinter uns." meinte Philip nachdenklich, Josephine stimmte dem zu. Dann wandte Josephine sich Marvolo zu, um ihm sein Amulett zurückzugeben, da sie es ja nun nicht mehr benötigte, doch dieser winkte mit einem seltsamen Gesichtsausdruck ab. Sie solle es als Erinnerung behalten. Anders verhielt es sich mit den Ringen. "Wenn ihr eure Suche beendet habt, gebt die Ringe Rose, sie wird dafür sorgen, dass sie den Weg zu mir zurückfinden." erklärte Marvolo bevor sie sich verabschiedeten und durch den Spiegel schritten.

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Ehe Philip jedoch Josephine durch den Spiegel folgen konnte, hielt Marvolo ihn zurück. Leise raunte er ihm zu "Pass gut auf sie auf, mein junger Freund, der Duft dieser Blume stellt für so manchen eine Versuchung dar. Ein derartiges Juwel ist selten." Seine Augen glühten und für einen kurzen Moment blitzten seine Zähne auf. Philip fröstelte es als Marvolo ihn losließ, nur allzu deutlich spürte er die Macht, die von diesem Mann ausging. Philip wusste nicht so recht was er davon halten sollte, hatte Marvolo etwa an Josephine Gefallen gefunden? Gut, das sie diesem Ort nun den Rücken kehrten und mit Marvolo nichts mehr zu tun haben würden, schnell eilte Philip Josephine durch den Spiegel nach.

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Philip warf einen grimmigen Blick auf den Spiegel, ein ungutes Gefühl stieg in ihm auf, wenn er an Marvolos Blick zurück dachte, am liebsten würde er den Spiegel zerschlagen, doch wer wusste schon wie viele dieser Spiegel überall verteilt worden waren von Marvolo.

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Es wäre unklug Marvolos Zorn auf sich zu ziehen, in dem er die Spiegel zerstörte, er war schließlich nur ein ganz normaler Sim, der es nicht mit Marvolos übernatürlichen Kräften aufnehmen konnte und so wandte Philip sich von dem Spiegel ab und Josephine zu.

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Versonnen betrachtete Philip Josephine, in einem hatte Marvolo schon recht, sie war etwas Besonderes.

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"Alles in Ordnung mit dir?", fragend schaute Josephine ihn an. "Ja, ja alles Okay. Ich bin nur froh, dass wir diesen düsteren Ort nicht nochmal aufsuchen müssen." erwiderte Philip ausweichend.

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Josephines perlendes Lachen ertönte leise. "Wenn ich dich nicht besser kennen würde, könnte man meinen der Ort macht dir Angst." Philip warf einen kurzen Blick Richtung Spiegel. Es ist weniger der Ort, der mir Sorgen macht, dachte er im Stillen.

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"Lass uns lieber überlegen wie wir eine Meerjungfrau finden." Lenkte Philip vom Thema ab. Er verspürte wenig Lust Josephine von Marvolos letzten Worten zu erzählen.

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"Ich weiß von Erzählungen meiner Mutter, dass es sehr gute Tauchplätze hier geben soll." Erwiderte Josephine, "ich denke wir sollten dort ansetzen und uns danach erkundigen."

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So machten sie sich auf, um zunächst den Ort in Augenschein zu nehmen.

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Jemanden zu finden der einem die richtige Auskunft geben kann, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, dachte Philip angesichts der Weitläufigkeit des Ortes.

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Ein lautes Magengrummeln ertönte. "Ich denk wir sollten erst einmal was essen gehen." meinte Philip etwas verlegen. "Ein leerer Magen denkt nicht gerne."

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