38. Kapitel Marvolos Aufgabe

Erwartungsvoll sahen Philip und Josephine Marvolo an. "So schön es ist diesen Zufluchtsort zu haben so hat die Stadt doch einen Makel." grimmig leuchteten Marvolos Augen auf.

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"Es fehlt dieser Stadt die Nahrungsquelle." Philip wurde es unbehaglich, sollten sie vielleicht als Blutspender herhalten?

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Ohne auf sie zu achten, fuhr Marvolo fort. "Im Land der aufgehenden Sonne gibt es eine Sage über zwei Drachenbrüder namens Yin und Yang."

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"Eines Tages beschloss Yang das er alleine über den Himmel herrschen wolle und griff Yin an. Schwerverletzt zog sich Yin in eine dunkle Höhle zurück, in die kein Tageslicht dringen konnte. Yang musste jedoch schon bald einsehen, dass er ohne Yin das Gleichgewicht des Himmels nicht halten konnte und so suchte er Yin in der Höhle auf, um ihn um Verzeihung zu bitten." Marvolo hielt einen Moment inne.

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"Yin vergab seinem Bruder und stieg wieder hinauf in dem Himmel, in der Höhle blieb eine Lache aus Blut von ihm zurück. Aus dieser Lache wuchs eine Pflanze empor fern von jedem Licht, die Früchte dieser Pflanze sollen angefüllt mit dem Blut des dunklen Drachens sein."

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"Ich möchte, dass ihr mir ein paar dieser Plasmafrüchte bringt. Da sie kein Sonnenlicht benötigen, sollten ihre Samen hier ohne Probleme gedeihen." Marvolo schaute sie abschätzend an.

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Philip fragte sich, warum Marvolo nicht selber diese Früchte schon längst besorgt hatte. Seine Frage schien ihm wohl ins Gesicht geschrieben, den Marvolo antwortete ihm "Der Zugang der Höhle ist mit schweren Steinen versiegelt, die nur durch ein machtvolles Artefakt zerstört werden können. Dieses Artefakt befindet sich an einem heiligen Ort, zu dem ich nicht vordringen kann."

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"Wie kommen wir von hier fort um nach China reisen zu können?", fragte Josephine. Ein feines Lächeln huschte über Marvolos Gesicht.

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"Ihr werdet durch dieses Spiegeltor reisen, das ist der einzige Weg aus dieser Stadt." Und er deutete auf einen großen Spiegel, der hinter ihnen auf dem Platz stand.

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Philip war verblüfft „Wir sollen einfach so durch einen Spiegel gehen?“ „Nun ganz so einfach ist es nicht“, erwiderte Marvolo „Ihr benötigt einen Schlüssel zum durchschreite.“ Mit diesen Worten hielt er ihnen ein paar goldene Ringe mit blutrotem Stein hin.

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„Sobald ihr die Ringe angelegt habt könnt ihr von diesem Spiegel hier zu jedwedem Ziel reisen, dass ihr zu besuchen wünscht und auf demselben Weg kommt ihr auch wieder zurück.“ Erklärte ihnen Marvolo. Josephine und Philip legten sich die Ringe an und schritten Hand in Hand, ihre Gedanken fest auf China gerichtet, durch den Spiegel.

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