12. Kapitel wenn du nicht damit rechnest

Philip war ein wenig enttäuscht, Josephine schien von ihrem Spaziergang noch nicht wieder zurück zu sein, sodass er ihr keine gute Nacht wünschen konnte. Nachdenklich zog er sich um, schon komisch wie wichtig einen solche Kleinigkeiten werden konnten.

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Philip wollte gerate ins Bett gehen als es unerwartet an der Tür klopfte. Sein Herz machte einen kleinen Hüpfer als er Josephine vor sich stehen sah. „Darf ich reinkommen?“, fragte sie etwas verlegen. „Ja, ja klar komm nur rein.“ überrascht trat Philip ein paar Schritte zurück. Josephine hatte es bisher immer vermieten in sein Hotelzimmer zu kommen.

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„Alles in Ordnung bei dir?“, fragte er besorgt, Josephine kam ihn ... angespannt? Aufgeregt? Nervös? ... Philip hätte es nicht sagen können was es war, jedenfalls war sie nicht so ausgeglichen wie sonst. „Ja, ja alles Okay. Ich wollt nur fragen, ob ich ... heute Nacht.“ Josephine räusperte sich. „Hier bei dir schlafen kann?“ Ein leichtes Rot zog über ihre Wangen.

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„Stimmt was mit deinem Zimmer nicht?“ Kaum waren die Worte heraus, dachte Philip - was machst du da? Sie möchte hier bei dir sein und du fragst so dämliches Zeug?- „nein, nein.“ erwiderte Josephine hastig, „es ist nur so, ich hab mein Zimmer jemand anderes überlassen, die sonst draußen im Freien geschlafen hätte.“ Bei der Aussicht die Nacht mit Josephine zu verbringen, interessierte es Philip nicht wen sie in ihr Zimmer einquartiert hatte, er griff nach ihren Händen „Ich würde mich freuen, wenn du die Nacht bei mir verbringst“, halb scherzend setzte er noch hinzu, „ich versprech auch ganz brav in meiner Betthälfte zu bleiben.“

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„Nun ja ...“ kam es mit einem vielsagenden Augenaufschlag von Josephine „eigentlich hatte ich gehofft, dass du genau das nicht tust.“ Philips Herz begann plötzlich wie wild gegen seine Brust zu pochen und eine fiebrige Erregung ergriff ihn. Meinte Josephine wirklich das, was er glaubte? „Mona meinte; nur weil man das eine nicht möchte, schließe es das andere nicht automatisch aus.“ Philip war etwas verwirrt, über diese Worte doch dann sah er das Josephine etwas in der Hand hielt. Es waren Lümmeltüten.

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Es war als hätte Josephine ein Schleusentor geöffnet. Selbst wenn er es gewollt hätte, er wäre nicht in der Lage gewesen es aufzuhalten. „Oh Joh“, flüsterte er mit rauer Stimme. Das Verlangen ihr so nah wie möglich zu sein spülte jeden Gedanken fort und so küsste er sie ohne jede Zurückhaltung.

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Josephine seufzte leise und ein prickeln lief ihm den Rücken hinauf. Mit fliegenden Fingern entledigte er sich dieser lästigen Stücke Stoff die Josephines Haut vor ihm verborgen hielten. Dann hob er sie hoch und trug sie zum Bett.

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Philip hätte nicht sagen können, wo Josephines Haut begann und seine aufhörte. Er vergrub sein Gesicht in ihrer Halsbeuge und sog tief ihren Duft ein, er fühlte sich wie berauscht. Ihre einander entgegen drängenden Körper bewegten sich im Rhythmus einer lautlosen Melodie. Einzigst Josephine existierte noch auf dieser Welt für ihn. Jede Regung ihres Körpers, jeder Laut den er ihr entlockte, steigerte sein Verlangen eins mit ihr zu sein. Welle um Welle jagte durch seinen Körper und trug ihn zu immer intensiveren Empfindungen.

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Und als Philip das Gefühl hatte die Erregung keine Sekunde länger aushalten zu können, entlud sie sich einem Kaleidoskop an Farben gleich und schwemmte ihn hinfort. Das nächste, was Philip spürte, war pure totale Erschöpfung, eine Erschöpfung die er nicht einmal erreichte, wenn er sich beim Training verausgabte. Dennoch war jede Zelle seines Körpers mit einer Zufriedenheit erfüllt wie er sie noch nie erlebt hatte. Fest zog er Josephine in seine Arme und fühlte ihr wild klopfendes Herz gegen seine Brust pochen.

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Philip fühlte sich unendlich glücklich, er genoss den Duft ihrer Haut, die Wärme ihres Körpers und dieses wundervolle wohlige Gefühl sie im Arm zu halten. Eng aneinander gekuschelt schliefen sie ein.

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