11. Kapitel Männergespräch

Nachdenklich stand Philip an der Brüstung und schaute auf die Stadt hinunter. In jeder Stadt, in der sie bisher waren, hatte er versucht etwas über Flüche herauszufinden, doch bisher vergeblich.

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Philip seufzte leise „Ich wünschte wir würden einen Hinweis finden, wie dieser Fluch zu lösen ist.“ Just im selben Moment zog eine Sternschnuppe über den Himmel, voller Sehnsucht schaute Philip ihr nach. Er hatte so viele Wünsche, doch drehten sie sich letzten Endes alle um Josephine.

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„Ach hier steckst du!“, ertönte plötzlich Stevens Stimme hinter ihm. „Du, ich glaub Mark bekommt das allein sein nicht.“ Verwundert schaute Philip ihn an „Wieso allein sein? Wie kommst du darauf.“ „Momentan ist er noch Wortkarger als er es ohnehin ist. Du hast Joh, ich hab Mona nur er sitzt alleine da.“ erwiderte Steven nachdenklich.

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„Na ja wir könn schlecht eine herbeizaubern für ihn, oder?“ meinte Philip. „Och eigentlich bräuchte er ja nur zugreifen.“ Steven grinste schelmisch. „Seit Twinbrook folgt uns nämlich eine junge Dame und ich glaub, nicht dass sie an uns beiden oder Joh interessiert ist.“ „Echt?“ „Oh Mann Alter außer Joh scheinst du kein weibliches Wesen mehr zu registrieren“, lachte Steven.

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„Komm als, wenn es dir mit Mona anders erginge.“ konterte Philip. „Stümmt!“, gab Steven freimütig zu „Eine Nacht ohne Mona könnt ich mir echt nicht mehr vorstellen.“ Stevens Worte versetzten Philip einen kleinen Stich. Er würde seine Nächte auch gerne mit Josephine verbringen.

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„Was n los?“, fragte Steven der ihn beobachtet hatte. Philip schüttelte nur leicht den Kopf „Nichts, alles Okay.“ „Ach komm, erzähl mir hier doch kein vom Pferd.“ ereiferte sich Steven. Philip warf ihn einen kurzen Seitenblick zu, „ehrlich gesagt, würd ich meine Nächte auch gern mit Joh verbringen“, gestand er leise.

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„Wie? Soll das heißen du und Joh, ihr habt noch nicht ...?“ fragte Steven überrascht. Philip schüttelte nur mit dem Kopf, „arme Sau“ rutschte es Steven heraus. „Sorry! ... Für so prüde hätte ich Joh nicht gehalten, wie hältste den Druck aus man?“

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„Manchmal fällt es mir verdammt schwer, vor allem da sie alles andere als prüde ist, aber ganz ehrlich, sie gar nicht in den Armen halten zu dürfen ist tausendmal schlimmer.“ „Mag sein ich versteh's trotzdem nicht“, antwortete Steven.

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„Es ist wegen des Fluchs, sie will keine Kinder damit in die Welt setzen. Sie hat als Kind wohl ziemlich darunter gelitten und sind wir doch mal ehrlich, wir waren anfangs auch nicht sonderlich nett zur ihr.“ erwiderte Philip leise. „Alles Käse, Ich hab's Joh schon mal gesagt, sie gibt den Fluch zu viel Macht über ihr Leben. Ich mein, ich kann sie verstehen, dass sie keine Kinder in die Welt setzen möchte damit, aber wir leben doch nicht mehr im Mittelalter, für so was gibt's doch Lümmeltüten.“ meinte Steven Kopfschüttelnd.

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„Ich hab ihr versprochen sie nicht zu drängen.“ „Ihr zwei habt euch echt gesucht und gefunden“, wieder schüttelte Steven den Kopf. „Weißt du Stev, es ist mir egal wie lange es dauert oder ob es jemals sein wird. Solange Joh bei mir ist, kann ich alles ertragen. Ich brauche sie einfach, so wie die Sterne die Nacht brauchen. Ohne Joh würde es mir ergehen wie einem Diabetiker ohne sein Insulin.“ ganz schlicht sagte es Philip. Steven sah ihn eine Weile an, dann klopfte er ihm auf die Schulter „Eines Tages Phil, wird auch bei Joh der Druck groß genug sein und sie wird zu dir kommen.“ meinte er augenzwinkernd.

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„Wo steckt Joh überhaupt?“, erkundigte sich Steven „Sie hatte sich ziemlich lange mit Mona unterhalten, danach meinte sie, sie wolle spazieren gehen, um über was nachzudenken.“ erwiderte Philip „Bin echt froh das sich unsere Mädels so gut verstehen. So ich hau mich jetzt aufs Ohr.“ und damit verschwand Steven im Haus.

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