9. Kapitel die Frage aller Fragen

Mit dem Erwachsensein war nun auch die Zeit gekommen das ihre Band auf Reisen gehen sollte. Am Abend bevor sie nach Barnecle Bay aufbrachen, nahm Philip Josephine beiseite. „Ich bin nicht besonders gut in sowas Joh“, begann er verlegen „aber da wir dem Teenageralter nun entwachsen sind. Möchte ich dir eine gewisse Frage stellen.“

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Er nahm ihre Hand und ging vor ihr auf die Knie „Joh, du weißt das ich dich über alle Maßen liebe, ich möchte mit dir den Rest meines Lebens verbringen, daher bitte ich dich hier und heute, werde meine Frau.“

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Josephine schaute ihn eine Weile an, dann sah er, das Tränen in ihren Augen glitzerten, im nächsten Moment hatte sie ihre Hand aus der seinen gezogen und ihm den Rücken zu gekehrt.

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Zu seiner eigenen Verwunderung war er nicht überrascht über Josephines Reaktion. Er erhob sich und legte die Arme um sie „Heißt das, dass du nicht meine Frau werden möchtest?“ fragte er leise.

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„Doch, eigentlich schon, ich würde sehr gerne deine Frau werden, aber ich kann nicht.“ Kam es ziemlich verschnupft von Josephine. Sanft drehte Philip sie zu sich herum. „Warum meinst du, dass du mich nicht heiraten kannst Joh?“, fragte er leise.

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„Wenn ich verheiratet bin möchte ich auch Kinder.“ Es klang ein wenig trotzig wie sie es sagte. „Ich hab nichts dagegen mit dir Kinder zu haben“, erwiderte Philip und lachte leise.

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Doch Josephine schüttelte heftig ihren Kopf „Du verstehst, dass nicht, ich habe mir geschworen niemals Kinder zu bekommen, solange der Fluch auf mir liegt. Ich weiß wie es ist damit zu leben und das möchte ich meinen Kindern nicht antun. Ich habe nicht vor diesen Schwur zu brechen und daher kann ich auch nicht deine Frau werden.“ immer härter war Josephines Stimme geworden.

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Erst jetzt begriff Philip wie sehr Josephine in Wirklichkeit unter diesem Fluch litt. Schon einmal hatte sie ihn wegen des Fluches zurückgewiesen. Damals hatte er nicht verstanden wieso, doch so wie er zu jener Zeit sie nicht aufgegeben hatte, so würde er es auch dieses Mal nicht tun. Er nahm eine kleine Schachtel aus seiner Tasche. „Also gut, ich möchte das du diesen Ring nimmst und mir damit versprich das du, sollte der Fall jemals eintreffen, meine Frau wirst, sobald du vom Fluch befreit bist. Und ich verspreche dir, dass ich dich niemals drängen werde meine Frau zu werden, solange der Fluch auf dir liegt. Nichtsdestotrotz möchte ich mit dir zusammen sein, auch wenn das heißt, dass wir nie eine Familie sein werden, doch dieser Ring wird dir immer zeigen, dass wir zueinander gehören. Können wir uns darauf einigen?“ entgegnete Philip ernst.

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Josephine nickte stumm und sah ihn dankbar an. Ganz fest nahm er sie in seine Arme. In diesem Moment schwor er sich, sollte sich jemals die Gelegenheit dazu ergeben, würde er Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um den Fluch zu brechen. Nicht weil sie versprochen hat dann seine Frau zu werden, sondern weil er wollte das sie sich frei fühlte.

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