29. Stück für Stück

Es dauerte eine Weile und mehrere Versuche bis Malina mit dem Bild von Simon zufrieden war. Immer wieder fragte sie sich wo er war und warum er nicht mal anrief oder wenigstens schrieb.

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Nachdem es im Haus nichts mehr abzuschleifen gab, fand Malina das es Zeit war, für ein wenig mehr Gemütlichkeit zu sorgen. Es erschien ihr unsinnig spartanisch zu leben, wenn man die Simoleonen hatte dies zu ändern. Und so richtete Malina sich, mit jedem Bild welches verkauft wurde, allmählich alles her. Als Erstes war der Wohnraum dran.

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Danach das Nebenzimmer.

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Zu guter Letzt das Badezimmer. Malina überlegte lange, ob sie sich eine neue Wanne zu legen sollte, doch seit sie sich die Dusche eingebaut hatte, war die Wanne ungenutzt geblieben. Und so holte Malina sich lieber eine Waschmaschine, das war bequemer als fortwährend mit der Wäsche in den Ort zu müssen.

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Durch die Winterlandschaft zum Ort hinzulaufen kam Malina jedes Mal wie ein kleines Abenteuer vor.

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Oft genug war sie jedoch ans Haus gefesselt, da immer wieder heftige Schneegestöber über die Insel fegten und die Schule dann ausfiel.

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Da es im Haus nichts mehr gab, an dem sie herumwerkeln konnte, wenn sie nicht malte oder schrieb, schmökerte sie an solchen Schneetagen am Feuer sitzend in den Büchern, die ihr der Literaturclub regelmäßig zu schickte.

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Nur eins störte sie, Marco hatte angefangen ihr täglich kleine Briefchen zu schreiben. Und Malina wusste nicht so recht, wie sie damit umgehen sollte.

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Dann fing Marco sie eines Tages auf dem Heimweg ab.

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Er würde gerne wissen… Sie habe nicht auf seine Briefe reagiert… Verlegen scharte er mit seinem Fuß im Schnee. Ob es eine Change gebe für sie und ihn …

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Die anfängliche Angst die Malina verspürt hatte, wechselte zur Verärgerung. Und so erwiderte sie ihm, dass er das, was er im Rausch bei ihrer Hütte getan hatte, vielleicht vergessen habe, sie aber nicht! Und wenn er wirklich was für sie empfinde, dann möge er sie in Ruhe lassen!

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Wie traurig er sie angeschaut hatte, dachte Malina als sie durch den Schnee nach Hause trabte. Wenn diese Sache nicht gewesen wäre, hätte sie vielleicht darüber nachgedacht, denn eigentlich hatte sie ihn bis dahin sehr nett gefunden. Sie hoffte sehr, dass er sie von nun an in Ruhe ließ.

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